Der Konflikt mit dem Iran (Der 1. Golfkrieg)


Kurzinformationen

Karte des nahen Osten Der 1. Golfkrieg fand zwischen dem Irak und dem Iran statt und dauerte von 1980 bis 1988. Während des Kriegsverlaufs, in dem unter anderen Giftgas beiderseitig eingesetzt wurde, kamen insgesamt etwa eine Million Menschen (der Großteil bestand aus zivilen Opfern) ums Leben.

Im Vergleich dazu: Während des zweiten Weltkrieges starben weltweit etwa 60 Millionen Menschen. Somit zählt diese Auseinandersetzung zu einem der blutigsten Kriege der Menschheitsgeschichte.



Ursachen des Golfkrieges

Saddam Hussein Saddam Hussein, Präsident des Iraks 1979 - 2003 Im gleichen Jahr - 1979 - gelangten Hussein im Irak und Khomeini im Nachbarstaat Iran jeweils an die Macht. Ayatollah Khomeini Nach zweijährigen blutigen Unruhen im Iran war der bis dahin regierende Schah, der mit Zustimmung der USA dieses Amt bekleidet hatte und daher sehr in amerikanischem Sinne agierte, gestürzt und ins Exil vertrieben worden.

Khomeini, der bis dahin selbst im Exil leben musste und bekennender Gegner des Schah-Regimes war, wurde neues Staatsoberhaupt. Hussein selbst begrüsste diesen Machtwechsel, dennoch zeichneten sich schon bald erste Probleme zwischen beiden Staaten ab.



1980 rief Khomeini die Islamische Republik Iran aus und setzte alles daran, die Islamische Revolution auch über die Grenzen des Irans hinaus zu verbreiten. Bei den im Irak lebenden Schiiten, die der Regierung Husseins seit jeher oppositionell gegenüber standen und vom irakischen Präsidenten entsprechend verfolgt wurden, fanden Khomeinis Worte großen Anklang.

Dennoch gab es weitere Ursachen, welche die Region immer mehr zu einem Pulverfass werden ließen, das dann 1980 explodierte:

Ein Problem, mit dem der Irak schon immer konfrontiert war, war der geringe Zugang zum Meer. Der Fluss Schatt el Arab, der durch den Zusammenfluss von Euphrat und Tigris entsteht, bildete die Grenze zwischen dem Iran und dem Irak. Bis 1975 lag die Staatsgrenze seitens des Iran am iranischen Ufer, diese Grenze wurde dann jedoch in die Flussmitte verlegt. Der Irak sah seine Anbindung an den persischen Golf gefährdet.

Weiterhin kamen die innenpolitischen Auseinandersetzung mit den Kurden im Nordirak als Ursache hinzu. Die kurdischen Truppen waren bis 1975 von den USA und dem Iran unterstützt worden. Durch den im gleichen Jahr abgeschlossenen Vertrag von Algier wurde dem Irak zugesichert, dass diese Hilfen eingestellt würden. Ohne die Unterstützung der o. g. Länder konnten die Kurden dem irakischen Militär bei den nachfolgenden Auseinandersetzungen kaum Gegenwehr bieten, bei den damaligen irakischen Militäraktionen starben mehr als 10.000 Kurden.

Die Beendigung des Kurdenkrieges führte zu einer stabileren Lage innerhalb des Iraks. Die Erdölvorkommen, die bisher ungenutzt im Norden des Landes gelagert hatten, konnten nun genutzt werden. Dies führte dazu, dass der Irak binnen weniger Jahre zu einem der bedeutendsten Ölproduzenten der Welt wurde. Durch die auf diesem Wege eingenommen finanziellen Mittel glaubte Hussein, in der arabischen Welt eine gewisse Vormachtstellung einnehmen zu können. Zudem ermöglichten die durch den Erdölverkauf erwirtschafteten Gelder den Kauf von Waffen.

Des weiteren glaubte Saddam Hussein, dass der Iran durch die vorher gegangene Revolution und den Sturz des Schah-Regimes militärisch geschwächt war und dass ein Krieg nur von kurzer Dauer sein würde.




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