Der Verlauf des 2. Golfkrieges (1990 - 91)

Hussein hatte genug Gründe, die seiner Ansicht nach eine Invasion des Iraks in Kuwait rechtfertigten. Am 24. Juli 1990 ließ er eine 30.000 Mann starke Armee an die kuwaitische Grenze verlegen, wie bereits im Krieg mit dem Iran nahm der Diktator an, bei diesem Krieg würde es sich nur um einen kurzen Blitzkrieg handeln.

Dennoch wurde auch dieser Krieg langwieriger und blutiger, als irgend jemand es vorhersehen konnte. Zudem war es der erste Krieg, der vom amerikanischen Fernsehen als mediales Ereignis präsentiert wurde, bei dem grausamen Fakten verschleiert wurden und die Öffentlichkeit nur jene Bilder zu sehen bekam, welche das US-Militär genehmigte.Die Grausamkeit eines Krieges war zu einem TV-Ereignis mit regelmäßiger Werbeunterbrechung verkommen ...



August
Am 2. August überfällt die irakische Armee das Emirat Kuwait und trifft dabei nur auf geringen Widerstand. Der Emir von Kuwait flüchtet nach Saudi-Arabien ins Exil. Die westlichen Staaten, darunter die USA und Deutschland reagieren daraufhin mit wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Irak, die UNO fordert in einer Resolution (Nr. 660) den "sofortigen und bedingungslosen Rückzug" der irakischen Soldaten. Wenige Tage später folgte eine weitere Resolution (Nr. 661), in der wirtschaftliche, finanzielle und militärische Embargos gegen den Irak verhängt werden.

Sechs Tage nach der Invasion der irakischen Armeen gibt der amtierende US-Präsident George Bush sen. die Operation "Wüstenschild" bekannt und lässt amerikanische Truppen in Saudi-Arabien stationieren.

Zugleich beschliesst die Arabische Liga, zusätzliche Friedenstruppen nach Saudi-Arabien zu entsenden. Der Irak reagiert daraufhin mit der Annexion Kuwaits, diese wird jedoch in einer weiteren Resolution der UNO für nichtig erklärt.

4.500 Briten und 2.500 US-Amerikaner werden am 16. August durch den Irak in kuwaitische Hotels zwangseingewiesen und sollen dort als menschliche Schutzschilde dienen, falls es zu einem Angriff der US-Truppen auf Kuwait kommen sollte.

Am 25. August wird Kuwait offiziell als 19. irakische Provinz in den Staat Irak eingegliedert, drei Tage danach werden alle bis dahin als Geiseln gehaltenen Frauen und Kinder freigelassen.


September
Nach dem die Truppen Saddam Husseins die kuwaitische Emirate bereits seit einem Monat besetzt haben, fordern der US-Präsident George Bush und sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow den Diktator gemeinsam auf, das Land sofort zu verlassen und die irakische Armee zurückzuziehen.

Die von der UNO verabschiedete Resolution 666 ermöglicht begrenzte Lebensmittellieferung in den Irak, um die dortige Zivilbevölkerung zu unterstützen. Am 14. September dringen irakische Soldaten in die französische Botschaft in Kuwait ein und entführen vier anwesende Diplomaten. Frankreich reagiert mit der Entsendung von 5.000 Soldaten in die Golfregion.

Am 20. September droht Hussein unverhüllt mit einem Umweltkrieg, den es bis dato noch nicht gegeben hat. Sollten amerikanische oder französische Truppen einen Angriff auf Kuwait starten, würde der Irak sämtliche Ölquellen am Persischen Golf vernichten.

Oktober
Etwas mehr als einen Monat nach der Entführung der französischen Diplomaten kündigt der Irak am 23. Oktober an, alle französischen Staatsbürger auf irakischem oder kuwaitischem Boden frei zu lassen. Eine weitere Woche danach kehren 262 Geiseln nach Frankreich zurück.

Trotz dieser Geste stimmt der UN-Sicherheitsrat dem Einsatz militärischer Gewalt gegen den Irak zu. Darüber hinaus fordert er in der Resolution 674 die Freilassung aller ausländischen Geiseln, die sich derzeit im Irak oder in Kuwait befinden.

November
Am 7. November reist der frühere deutsche Bundeskanzler Willy Brandt in den Irak, sein diplomatischer Besuch ermöglicht die Freilassung von weiteren 174 Geiseln, darunter auch Deutsche. Gleichzeitig verdoppelt die USA ihre Militärpräsenz am Persischen Golf, Hussein erklärt sich laut der staatlichen irakischen Nachrichtenagentur zu Verhandlungen bereit. Zugleich lehnt der Diktator jedoch einen Rückzug aus Kuwait kategorisch ab, die USA warnen den Irak weiterhin vor möglichen Konsequenzen.

Ende November erlässt die UNO die Resolution 678. Darin werden alle Mitgliedsstaaten, die mit Kuwait operieren, dazu ermächtigt, alle erforderlichen Mittel einzusetzen, um die bisherigen UN-Resolution durchzusetzen und den Weltfrieden zu wahren. Der militärische Weg scheint also geebnet zu sein. Die Resolution 678 soll jedoch erst dann gültig werden, falls der Irak seine Truppen nicht bis zum 15. Januar 1991 aus Kuwait abgezogen hat. Hussein weist dieses Ultimatum sofort zurück.

Zudem kommt es mehrfach zu beiderseitigen Bemühungen zwischen der USA und dem Irak, den Konflikt in Gespräch zu erläutern und nach friedlichen Lösungen zu suchen. Diese Gespräche finden dann jedoch niemals statt.

Dezember
Am 21. Dezember findet in Bagdad eine Übung zur Räumung der irakischen Hauptstadt statt, der Irak beginnt sich auf den Ernstfall vorzubereiten. Darüber hinaus droht Saddam Hussein, im Falle eines Krieges zuerst Israel, welches von den USA protegiert wird, anzugreifen, woraufhin die israelischen Truppen in Alarmbereitschaft versetzt werden. Die USA erhöhen weiterhin ihr Militäraufgebot am Persischen Golf.




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