Der Irak in den 90er Jahren

Infolge des verlorenen 2. Golfkrieges im Kampf um das Emirat Kuwait sah sich der Irak wieder im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit. Diese wollte einen weiteren Krieg verhindern, weswegen sich das Land unter der noch immer bestehenden Führung Saddam Husseins nun mehr einer Vielzahl von Kontrollen und Sanktionen ausgesetzt war.

Die UNO hatte z. B. die Aufgaben übernommen, die im Irak vorhandenen Atom- und Massenvernichtungswaffen aufzufinden und deren Vernichtung beizuwohnen, der Irak hatte infolge des 2. Golfkrieges bei seiner Kapitulation dieser Prozedur zugestimmt. Die über das Land verhängten wirtschaftlichen Sanktionen jedoch führten dazu, dass es dem Irak nicht möglich war, eine funktionierende Wirtschaft in den 90er Jahren aufzubauen. Das Land wurde von einer Armutswelle überrollt, Leidtragende waren vor allem die zivilen Bevölkerungsschichten, die immer mehr verarmten.

Im April 1991 war zudem eine UN-Sicherheitszone im Norden des Iraks für die dort lebenden Kurden eingerichtet worden. Dieses Gebiet (nördlich des 36. Breitengrades) durfte vom Irak nicht überflogen oder durch irakisches Militär betreten werden.

1993 wurde die Grenze zwischen dem Irak und Kuwait von der UNO neu festgelegt. Dennoch begann es in der Region bald wieder zu kriseln und zu brodeln.



Das Pulverfass Irak

Im August 1996 unterstützte das irakische Militär die kurdische Partei Barzanis und verletzte somit die von der UNO festgelegte Sicherheitszone. Diese reagierte daraufhin mit dem Einsatz von Marschflugkörpern gegen die irakischen Truppen.

1997 zeichnete sich eine weitere Krise ab, als der Irak unerwartet die sich im Land befindlichen UN-Inspektoren, welche die Zerstörung der Massenvernichtungswaffen überwachten, aus, dank russischer Intervention konnte die Inspekteure jedoch nach einigen Tagen wieder in den Irak zurückkehren.

Im Januar 1998 forderte die irakische Staatsführung, dass die Untersuchungen durch die Inspekteure der UNO bis Mai des gleichen Jahres abgeschlossen werden sollten. Eine Absprache zwischen Hussein und Kofi Annan, dem UN-Generalsekretär, erzielte jedoch das irakische Einverständnis zum längeren Verbleib der Inspekteure im Irak.

Der damalige US-Präsident Bill Clinton, der vor allem wegen der Affäre um Monica Lewinsky innenpolitisch stark unter Druck geraten war, suchte nun seine Stärken in der Außenpolitik. Dies bedeutete im Dezember 1998 ein viertägiges Bombardement von US-Bombern auf die irakische Hauptstadt Bagdad ("Operation Wüstenfuchs").


1993 - 2001
Im Januar 1999 kommt es zu weiteren Bombardierungen der Flugverbotszonen im Norden und Süden des Iraks. Zugleich fordert Hussein eine Lockerung der Sanktionen, mit denen der Irak belegt wurde. Der UN-Sicherheitsrat stimmt der Aufhebung der Sanktionen zu, falls der Irak bereit sei, die Waffeninspektionen fortsetzen zu lassen und im Sinne der UNO zu unterstützen.



Der 11. September - Anfang vom Ende Husseins

Einer der auslösenden Faktoren für den 3. Golfkrieg waren die Terroranschläge vom 11. September 2001, bei denen mehr als 3.000 Menschen starben.

Terroristen, die der von Osama bin Laden geführten "Al Qaida"-Organisation angehörten, entführten Flugzeuge an der amerikanischen Ostküste und rasten mit diesen in die beiden Türme des World Trade Centers in New York sowie in das Pentagon in Washington. Ein weiterer Anschlag konnte durch die Passagiere eines vierten entführten Flugzeuges verhindert werden, die Maschine stürzte auf einem Feld in Pennsylvania ab. George W. Bush, Sohn des US-Präsidenten George H. W. Bush, der den 2. Golfkrieg 1990 gegen den Irak geführt hatte, setzte es sich zum Hauptziel seiner Amtsperiode, den internationalen Terrorismus weltweit zu bekämpfen und all jene zur Verantwortung zu ziehen, die diesem Terrorismus Unterstützung anboten.

Hierbei fiel mehrfach der Begriff "Achse des Bösen", mit der Bush eine Reihe von Staaten bezeichnete, von denen weltweit bekannt war, dass sie terroristischen Organisationen Unterschlupf gewährten und selbst Terroristen ausbildeten. Neben Ländern wie Afghanistan, dem Iran und Pakistan wurde auch der Irak genannt, der somit ein weiteres Mal ins Visier der USA rückte.

Nachdem Afghanistan durch US-Truppen von der Herrschaft der Al Qaida-gesinnten Taliban befreit wurde, richtete US-Präsident Bush seine Aufmerksamkeit also ein weiteres Mal auf den irakischen Staat. Dort vermuteten er und seine Berater noch immer Massenvernichtungswaffen, die eine Bedrohung für den Weltfrieden darstellten. Zudem plante Junior Bush etwas, das seinem Vater während dessen Amtszeit nicht gelungen war: Die Absetzung Saddam Husseins.




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