Indessen kommt es zu weiteren diplomatischen Differenzen zwischen der USA und einigen europäischen Staaten.Während Frankreich, Russland und Deutschland eine zentrale Rolle der UNO beim Wiederaufbau des Iraks fordern, lehnt Condoleezza Rice diese Forderungen ab und spricht diese Funktion allein der USA zu.In Städten Spaniens, der USA und Großbritanniens kommt es erneut zu Protesten gegen den Irak-Krieg.

Während US-Truppen weiter in die irakische Hauptstadt vorrücken und es immer wieder zu schweren Gefechten mit den Truppen Husseins kommt, kreisen auch die britischen Truppen weiter die Stadt Basra ein. Dabei steigen vor allem die Zahlen der Verwundeten in Bagdad. Immer wieder werden harmlose Zivilisten beschossen, die vor den Gefechten aus der Stadt fliehen wollen und dabei ins Feuer der Alliierten geraten.

Am 7. April marschieren britische Truppen nach zweiwöchiger Belagerung in die Stadt Basra ein, dabei werden sie von den Einheimischen freundlich begrüsst und stoßen nur auf wenig Widerstand. Auch die US-Truppen erzielen weitere Erfolge: Die Stadt Kerbala ist vollends unter ihrer Kontrolle. Noch am gleichen Tag beginnen in den Städten, welche das irakische Militär nicht mehr in seiner Gewalt hat, erste Plünderungen durch die einheimische Bevölkerung statt.

Am Mittwoch, dem 9. April, werden zentrale Plätze in Bagdad von US-Truppen besetzt, die dabei auf keinen Widerstand mehr stoßen. Laut Presseberichten ist die Stadt somit offiziell gefallen, die amerikanischen Truppen werden von der einheimischen Bevölkerung begrüsst und gefeiert, das Regime Husseins ist gestürzt, vom Diktator selbst fehlt jede Spur.


Die Nachkriegszeit im Irak
Nach dem Sturz des irakischen Regimes beginnen, nachdem sich die erste Vorfreude über die "Befreiung" gelegt hat, die Plünderungen in den verschiedenen Bezirken Bagdads. Statuen, die Saddam Hussein darstellen, werden umgestürzt und zerstört, eine Ordnung der vorliegenden Nachkriegsverhältnisse scheint in den ersten Tagen nicht möglich, die US-Truppen sehen den Plünderungen und Ausschreitung eher hilflos zu.

Der gestürzte Diktator und die meisten seiner Gefolgsleute sind hingegen aus der Hauptstadt verschwunden, mit ihnen scheinbar alle Soldaten und Polizeibeamten, die zuvor mehr als 20 Jahre lang das irakische Volk beherrscht hatten.

Nachdem sich die Städte Basra und Bagdad in den Händen der Alliierten befinden, wird im Norden des Landes weiter um die Stadt Mossul gekämpft. Zudem konzentrieren sich die nachfolgenden militärischen Aktionen auf die Stadt Tikrit, der Geburtsstadt Husseins, in der man den gestürzten Staatsführer vermutet.

Durch die Kriegsparteien werden nach dem Fall der irakischen Hauptstadt und dem somit vorläufigen Ende des Krieges, auch wenn landesweit noch Gefechte im Gange sind, folgende Zahlen zu Toten und verletzten veröffentlicht:

Tote in der irakischen Zivilbevölkerung: 900 - 1.100

Verletzte in der irakischen Zivilbevölkerung: 4.000

Tote in den irakischen Streitkräften: mehrere tausend

Tote in den US-Streitkräften: 96

Vermisste in den US-Streitkräften: 8

Tote in den britischen Streitkräften: 30

irakische Kriegsgefangene: 13.500

amerikanische Kriegsgefangene: 7

tote Journalisten: 10 (ein Deutscher)

vermisste Journalisten: 2

Derzeit befindet sich das Land in einem recht desolaten Zustand, verschiedene politische und religiöse Gruppierungen bemühen sich um die Machtergreidung im Lande. Die Schiiten beispielsweise, unter dem Regime Husseins unterdrückt und verfolgt, planen die Einrichtung eines islamischen Gottesstaates, ähnlich dem Nachbarstaat Iran und lehnen weitere Interventionen durch die USA, die wiederum einen demokratischen Irak als Vorbild für andere Staaten in der Region begründen wollen, ab.

Von den einstigen Führungspersönlichkeiten des Hussein-Regimes konnte ein Teil von den US-Truppen festgenommen werden. Vom gestürzten Diktator und seinen Söhnen fehlt jedoch bis zum heutigen Tag (6. Mai) jede Spur, ob diese überhaupt noch am Leben sind, ist derzeit nicht bekannt.




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