Seit geraumer Zeit steigen die Treibstoffpreise in ungeahnte Höhen?
Irrtum! Unser Staat ist der größte Preistreiber. Wie heißt es so schön, Rauchen für den Frieden,
Fahren für die Rente. Nur hat sich seit den letzten Steuererhöhungen
im Staatshaushalt wenig getan.....
Ziehen wir den Gesamtsteueranteil vom Kraftstoffpreis ab,
vergleichen wir die Nettoverdienste mit der Inflation, so ist das teure
Naß gegenüber den siebziger Jahren noch günstiger geworden.
Aber zahlen müssen wir an der Tankstelle den Gesamtpreis mit allen Steuern.. Mineralölsteuer, Mehrwertsteuer, Ökosteuer.. Also, welche Möglichkeiten der Einsparung haben wir?
Beste Voraussetzung für das Einsparen von Kraftstoff ist natürlich ein verbrauchsarmes Fahrzeug. Es hieß bei einer Bank zur Zeit der ersten Oelkrise: Die Rate zahlt der Oelscheich. Teilweise bieten Kraftfahrzeug Hersteller Modelle mit 0 % Finanzierung an. Gilt daß für absolut verbraucharme Fahrzeuge, sollte man rechnen. Haben wir aber ein Auto und können, oder wollen wir uns kein neues leisten, so könnten folgende Spartipps helfen.
Zunächst sollten die besten Voraussetzungen für eine kraftstoffsparende Fahrt ( Sparfahrt ) geschaffen werden. Der Allgemeinzustand des Fahrzeuges sollte Top sein. Abgesehen vom übrigen Fahrzeugzustand, schauen wir mal auf den Motor:
- Stimmt die Einstellung der Zündanlage?
- Sind alle Kabel ok?
- Bei älteren Fahrzeugen auch die Kontakte, der Vergaser, der Verteiler.
- Ist der Luftfilter noch in Ordnung?
Das alles überprüft die Werkstatt ihres Vertrauens.... Was aber können wir selber machen?
Grundsätzlich gilt, daß wir unnötige Fahrten vermeiden sollten. Fahrgemeinschaften haben auch was für sich. Heute fahr ich, Morgen du? Preise an den Tankstellen vergleichen. Tanken wenn günstig, nicht wenn Tank leer. Im Sommer nicht total voll tanken. Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und läuft dann u.U. aus dem Tank aus ( Überlauf beim Tank ). -Umweltschutz / Spritverlust - Wer seinen Verbrauch "testen" möchte: Volltanken, fahren, wieder volltanken. Die Tankfüllung durch die gefahrene Strecke teilen. Also... Liter x 100 geteilt durch Kilometer = Verbrauch. Oelstand im Motor, sowie Reifendruck regelmäßig kontrollieren.
Fahrweise:
Vermeide es, zu beschleunigen, um evtl. gleich wieder zu bremsen.
Bremsen kostet auch Geld.
Die gerade beschleunigte Energie wird gebremst und in unnütze Wärme
umgewandelt.
Vorausschauend fahren, Abstand halten.
Dies gibt Sicherheit und es wird vermieden, daß unnötig gebremst wird.
Dabei möchte ich richtigstellen, daß ich nicht dazu verleiten möchte,
gar nicht zu Bremsen.
Nur ist in der Praxis zu beobachten, daß oft unnötig oft gebremst wird,
da kurz vorher beschleunigt wurde.
Sehen wir eine gelbe, oder gar rote Ampel, runter vom Gas.
Auch bergab gehts besser mit der Motorbremse.
Schont die Bremsbeläge, die Bremsscheiben und spart durch die
Schubabschaltung Kraftstoff.
Bergauf fahre ich im möglichst hohen Gang.
Dabei darf der Motor nicht total untertourt werden.
Möglichst spät runterschalten und möglichst wenig Gas geben.
-Das alles gilt natürlich nicht für den Notfall-
Wir dürfen durch unsere Fahrweise auch niemanden hinter uns behindern. Also dabei auch öfter mal in den Rückspiegel schauen.
Selber fahre ich einen durchschnittlich motorisierten, kleinen, englischen Sportwagen und komme mit dieser Fahrweise bestens aus. Ich vermeide Sprints an Ampeln, fahre ab fünfzig im fünten Gang. Wer dabei wenig Gas gibt, wird merken, daß sich der Motor durchaus "wohl fühlt". Auf Autobahnen und Landstraßen habe ich meine gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit reduziert. Bedenke, Luftwiderstand nimmt mit höherer Geschwindigkeit im Quadrat zu. Kurzstrecken sollte man, wenn möglich, vermeiden. Der Motor sollte nicht warmlaufen, sondern warmgefahren werden.
Ist der Motor kalt, wird das Gemisch durch Vergaser oder Einspritzanlage etwas "fetter" gemacht. Der Wagen fährt durch dieses fettere Gemisch im kalten Zustand besser. Auf jeden Fall hohe Drehzahlen vermeiden, solange der Motor kalt ist. Wie immer, aber besonders hier, schnell in höhere Gänge schalten. Die Erwärmung des Motors dauert oft länger, als man denkt. In der Regel mindestens fünf Kilometer. Der kalte Motor verbraucht am meisten Sprit...... Der Verschleiß des Motors tritt überwiegen in dieser Warmlaufphase auf. Hier entscheiden wir wesentlich, wie lange wir Freude am Triebwerk haben werden.
Am besten für Umwelt und Motor: Möglichst in einem hohen Gang an das Hindernis heran. Vorsichtig runterschalten, mit dem Motor Bremsen. Mit dem Motor bremsen heißt, wir verbrauchen derzeit keinen Sprit, (Schubabschaltung). Dabei wird der Motor sogar etwas sauber. In dieser Phase wird auch kein Kraftstoff verbrannt (nur so viel, wie zum Leerlauf des Motors nötig ist). An längeren Ampelphasen kann der Motor auch mal ganz abgestellt werden.
Praktisches:
Zunächst durchsuchen wir das Auto nach unnötigem Ballast.
Sachen, die nicht ins Auto gehören, kosten unter Umständen auch Sprit.
Der Luftdruck auf den Reifen darf auch etwa 2 Bar über der Herstellerempfehlung liegen. Geht zwar etwas auf Kosten des Komforts, spart aber. Kerzen und Luftfilter nach Wartungsintervall wechseln. Beim Oelwechsel auf eine möglichst dünne Sorte Öl ausweichen. -Das gilt besonders bei Dieselfahrzeugen- Der Diesel braucht keine hohen Drehzahlen, er verfügt über ein stärkeres Drehmoment. Dadurch ist er im unteren Drehzahlbereich stärker als der Benziner. Der Dieselmotor wünscht sich allerdings hin und wieder eine längere Fahrt mit mäßiger Drehzahl. Der Benzinmotor allerdings auch. - Aber unnötige Fahrten vermeiden -
Gepäckträger, insofern montiert, sollten abgebaut werden. Bei hohen Geschwindigkeiten sollten die Fenster geschlossen werden. Die bei den meisten Fahrzeugen im Windkanal optimierte Form leidet darunter (Strömung).
Wenn es möglich ist, sollte die verkehrsreiche Zeit, ( Rush Hour ) vermieden werden, Staus kosten schließlich auch Sprit. Eventuell mal die U Bahn nehmen;-)
Und schließlich können wir auch wieder mal die Tarife der Autoversicherung vergleichen. Nicht immer sind da die Direktversicherungen die besten...
Zusammenfassung:
Das größte Sparpotiental bist Du selbst.
Der Motor macht, was Du ihm sagst.
Hohe Drehzahlen vermeiden!
Beachte die Wartunsintervalle für Dein Fahrzeug.
Vergleiche dabei Preis mit Leistung.
Schalte schneller in den nächsthöheren Gang.
Gib den Reifen etwas mehr Luft.
Vergleiche die Treibstoffpreise.
Fahre vorausschauend und rücksichtsvoll.
Plane Fahrgemeinschaften.
Nimm auch mal den Bus, oder das Fahrrad.
Fahre keine unnötigen Strecken.
Fahre langsamer und ausgeglichener..
Fazit: Spare in der Zeit, dann haste in der Not.
Verbleibe mit den besten Praxiswünschen für die "Sparfahrt".
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